Nur Kabarett, aber leider mit sehr ernstem Hintergrund und echten Zahlen.
Fiktiver Brief der Politik an sie:
Endlich werden Sie gebraucht! Jeder und Jede! Besonders Ihre Nachkommen!
Wir österreichische Gewohnheitspolitikerinnen und Gewohnheitspolitiker wenden uns heute direkt an Sie:
Schuldschein
Sie nehmen hiermit zur Kenntnis, dass Sie und Ihre Nachkommen per Mai 2011 für die Bedienung eines Kredites von
€ 28.133.- pro Person Ihres Haushaltes
aufzukommen haben.
Dieser Betrag wird gemäß unserem - dieser Tage in unserem Parlament beschlossenen - Finanzrahmen bis zum Jahr 2015 durch Zuschreibung der blöden Zinsen, die wir leider aus Ihren Steuern wieder nicht bezahlen können, auf den Betrag von
€ 35.000.- pro Person Ihres Haushaltes
ansteigen.
Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie kommt dann auf etwa € 140.000.- Schuldenanteil, damit Jahreszinsen von € 7.000.-, das sind € 583.- je Monat. Sollten einzelne österreichische Haushalte zuwenig Leistungskraft aufbringen können – womit zu rechnen ist – wird Ihr Anteil an Schulden und Zinsen entsprechend höher ausfallen.
Was nach 2015 weiter passiert, werden wir Ihnen und Ihren Nachkommen immer wieder einmal mitteilen, sofern Sie es nicht ohnehin merken. An der Verzinsung Ihres Kredites werden jedenfalls sämtliche Nachfolgegenerationen mitwirken dürfen. Und bitte verstehen Sie auch, dass wir in der öffentlichen Verwaltung nicht ernsthaft und strukturell sparen wollen, da dies unseren Eigenbereich betrifft und so ein Projekt sehr mühsam wäre.
Die diesbezüglichen Forderungen der überparteilichen Internet-Bürgerinitiative
www.verwaltungsreform-jetzt.at
halten wir jedenfalls für unnötig. Österreich muss Österreich bleiben! Dafür stehen wir. Vielen Dank im Voraus!
Und noch eine Bitte zum Abschluss: wählen Sie uns!
Ihre Gewohnheitspolitikerinnen und Gewohnheitspolitiker
Wien, im Mai 2011

